Schwarze und braune Flecken auf Cannabisblättern können aus verschiedenen Gründen auftreten, von denen die meisten einfach zu lösen sind. Anbauer/innen, die verfärbte Flecken auf ihren Marihuanapflanzen bemerken, tun jedoch gut daran, nicht lange zu warten, denn eine schnelle Behandlung ist unerlässlich. In vielen Fällen macht eine frühzeitige Diagnose und Korrektur des Problems den Unterschied zwischen gesunden Pflanzen und einer ruinierten Ernte aus.
Nährstoffmängel, die schwarze Flecken auf Cannabisblättern verursachen
Die meisten braunen oder schwarzen Flecken auf den Blättern von Cannabispflanzen werden durch eine Art von Nährstoffmangel verursacht. Anstatt zum Gartencenter zu eilen, um mehr Dünger zu kaufen, sollten die Anbauer zuerst den pH-Wert ihres Bodens testen. In den meisten Fällen hat das Problem nichts mit einem Mangel an Mineralien zu tun, sondern wird durch einen zu hohen oder zu niedrigen pH-Wert verursacht.
Cannabispflanzen gedeihen in Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Werte außerhalb dieses optimalen Bereichs können zu einer Nährstoffsperre führen, wodurch die Wurzeln die Nährstoffe in ihrer Umgebung nicht aufnehmen können.
Erst wenn man sich vergewissert hat, dass kein Lockout aufgetreten ist, sollte man erwägen, das Nährmedium mit zusätzlichen Nährstoffen zu ergänzen. Um herauszufinden, welche Nährstoffe zugefügt werden sollten, ist eine zusätzliche Diagnose erforderlich, wobei Kalzium oft die Antwort ist.
Mangel an Kalzium
Kalziummangel zeigt sich in Form von Flecken auf neuen Blättern, bevor er sich auf ältere Blätter ausbreitet. Manche Anfänger könnten diese Anzeichen mit den Symptomen eines Schädlingsbefalls verwechseln, obwohl erfahrene Anbauer den Unterschied leicht erkennen können. Ungeziefer taucht zum Beispiel überall auf einer Pflanze auf, während Kalziummangel dazu führt, dass sich die Flecken auf einigen Blättern zeigen, auf anderen aber nicht. 
Normalerweise verfärben sich die Blätter, die direkt dem Licht ausgesetzt sind, als erstes, während die unteren Blätter, die mehr im Schatten liegen, ihre grüne Pracht behalten, bis das Problem ernster wird. Gärtner/innen, die dieses verräterische Zeichen bemerken, können schnell Abhilfe schaffen, indem sie ihren Pflanzen eine Kalzium-Magnesium-Lösung geben.
Kaliummangel
Kalium ist ein lebenswichtiger Nährstoff, der während der Blütezeit besonders wichtig ist. Pflanzen, die zu diesem Zeitpunkt an Kaliummangel leiden, entwickeln oft schwarze und braune Flecken auf ihren Blättern und können enttäuschende Erträge liefern. Wenn ein Nährstoffmangel ausgeschlossen wurde, kann das Problem in der Regel durch die Zufuhr einer Kaliumquelle wie Seetangmehl oder Holzasche behoben werden.


Phosphor oder Stickstoff
Obwohl weniger häufig, kann auch Phosphormangel zu Blattverfärbungen führen, während Manganmangel durch die Zugabe von Manganchelat in den Boden behoben werden kann. Stickstoffmangel hingegen führt zu gelben Blättern, die später braun werden und absterben, weil sie keine Photosynthese betreiben können. Da Cannabispflanzen Stickstoff auch bei einem suboptimalen pH-Wert relativ gut aufnehmen, wird dieses Problem selten durch einen Nährstoffmangel verursacht.
Anbauer, die einen Stickstoffmangel vermuten, sollten ihre Cannabispflanzen daher mit nährstoffreichen Zutaten wie Fledermausguano oder Wurmkot versorgen.


Pilzinfektionen, die schwarze Flecken auf Cannabisblättern verursachen
Blattseptoria - auch bekannt als gelbe Blattfleckenkrankheit - ist ein Pilz, der eine Cannabispflanze zerstören kann, wenn er unbehandelt bleibt. Die Krankheit zeigt sich in der Regel als gelbe und braune Flecken auf den unteren Blättern, wenn die Pflanze in die Blütephase eintritt, bevor sie sich auf die höheren Blätter ausbreitet.
Befallene Blätter verwelken schließlich und sterben ab. Wird die Infektion also nicht frühzeitig behandelt, kann das verheerende Folgen haben.
Um diesen zerstörerischen Pilz zu vermeiden, müssen die Anbauer/innen sicherstellen, dass die Umgebung in ihrem Anbauraum die Ausbreitung solcher Organismen nicht begünstigt. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollten daher stets kontrolliert werden, und die Luftzirkulation kann durch das Beschneiden buschiger Pflanzen verbessert werden. Diese Maßnahmen können helfen, alle Arten von Schimmelpilzen in Schach zu halten, auch den Echten Mehltau.
Beim Anbau im Freien ist es natürlich weniger möglich, die Umwelt zu beeinflussen, daher sollten die Anbauer/innen bei warmem, feuchtem Wetter besonders auf ihre Pflanzen achten. Außerdem ist es ratsam, nicht an einem Ort zu pflanzen, der bereits von der Septoria-Krankheit befallen war, da die Sporen im Boden lauern könnten.
Sobald die Krankheit ausbricht, ist es am besten, alle befallenen Blätter zu entfernen. Manche Anbauer/innen verwenden auch Fungizide, andere bevorzugen natürliche Pilzbekämpfungsmittel wie Neemöl. Schnelles Handeln kann eine Pflanze vor einer Katastrophe bewahren, allerdings sollte das Nährmedium entsorgt und der Anbauraum sterilisiert werden, bevor weitere Samen gepflanzt werden.
Insekten, nach denen du Ausschau halten solltest
Von Blattläusen bis hin zu Heuschrecken gibt es viele Insekten, die Unkraut lieben. Spinnmilben zum Beispiel sind ein besonders verhasster Feind von Cannabisanbauern überall.
Obwohl sie winzig sind, können diese furchtbaren kleinen Krabbeltiere in großer Zahl angreifen und sind nur schwer wieder loszuwerden, wenn sie erst einmal einen Befall festgestellt haben. Mit ihrem unersättlichen Appetit saugen die Spinnmilben die Nährstoffe aus den Blättern und Stängeln von Marihuana, so dass diese blass werden, bevor sie später braun werden und absterben. Manchmal zeigt sich der Kot der Spinnmilben als kleine schwarze Flecken auf den Cannabispflanzen, obwohl das an sich nicht schädlich ist.
Auch wenn die Insekten selbst zu klein sind, um sie zu sehen, zeigen die Netze, die sie zwischen den Fächerblättern einer Pflanze spinnen, dass dein Anbaugebiet von diesen ungebetenen Schädlingen besucht wurde. Wenn sich die Spinnweben bemerkbar machen, ist es aber oft schon zu spät, um die Pflanze zu retten, deshalb musst du schnell handeln, wenn du glaubst, dass du Spinnmilben hast. 
Der Einsatz von Raubtieren wie Marienkäfern ist die effektivste Methode, um Spinnmilben unter Kontrolle zu halten, aber selbst diese hilfreichen kleinen Käfer können einen großen Befall wahrscheinlich nicht ausrotten.
Thripse sind ein weiteres Ärgernis für Cannabisanbauer. Wie die Spinnmilben kacken diese kleinen Plagegeister überall auf dein Cannabis und hinterlassen schwarze Flecken auf den Blättern und Stängeln. Auch hier ist dieser Kot nicht schädlich, aber er ist ein Anzeichen für ein viel größeres Problem, denn Thripse saugen den Saft aus den Cannabispflanzen.
Die Anbauer bemerken in der Regel, dass sich die Blätter der Fächer gelb färben und ein paar braune Flecken aufweisen, sobald die Thripse sich ans Werk machen. Mit der Zeit verschlechtert sich die Situation und die Blätter sterben schließlich ab.
Es kann schwierig sein, Thripse loszuwerden, wenn du viele von ihnen hast, obwohl Neemöl und andere Pestizide recht effektiv sind. Denke nur daran, dass diese Mittel nie auf deine Knospen gelangen dürfen, denn sie können den Geschmack deines Grases zerstören. Wenn du gelbe Klebestreifen um deine Pflanzen herum anbringst, lockst du die Käfer an und fängst sie ein. Das ist eine einfache Methode, um einen Thripsbefall zu bekämpfen.
Umweltfaktoren
Braune und schwarze Flecken auf Cannabisblättern sind oft ein Zeichen für ein Ungleichgewicht der Umwelt. Wir haben bereits erwähnt, dass ein suboptimaler pH-Wert zu Nährstoffmangel führen kann, während eine hohe Luftfeuchtigkeit Pilzinfektionen begünstigt, aber die Anbauer müssen auch ein Auge auf Licht und Hitze in ihrem Anbaubereich haben.
Hitzestress kann auftreten, wenn die Pflanzen plötzlich einem drastischen Temperaturanstieg ausgesetzt sind, was oft zu unschönen Verfärbungen führt. Deshalb ist es wichtig, zu verhindern, dass deine Geräte den Raum überhitzen. Ventilatoren und Klimaanlagen bieten eine offensichtliche Lösung für dieses Problem, während der Wechsel von HPS- zu LED-Lampen ebenfalls einen Temperaturanstieg verhindern kann.
Apropos Beleuchtung: Lichtbrand ist eine weitere häufige Ursache für schwarze und braune Flecken auf Cannabisblättern. Ironischerweise stellen LED-Lampen die größte Gefahr dar, da ihr Mangel an Wärme viele Anbauer dazu verleitet, sie zu nah an ihren Cannabispflanzen zu platzieren. Die vielen Lumen können für manche Blätter zu viel sein, deshalb ist es ratsam, die Lampen ein paar Zentimeter höher zu stellen, wenn du hässliche Blattflecken bemerkst.
Und schließlich kann die falsche Wassergabe zu allen möglichen sichtbaren Problemen führen, auch zu Flecken. Überwässerung erhöht das Risiko von Wurzelfäule, da die Pflanzen "nasse Füße" bekommen, was oft zu schlaffen, verfärbten Blättern führt. Nasse Erde zieht auch Schädlinge wie Trauermücken an, die dann die Wurzeln deiner Pflanzen angreifen können.
Andererseits trocknen die Wurzeln durch die Unterspülung aus und verhindern, dass die Pflanzen ihre grundlegenden biologischen Funktionen erfüllen können. Wenn dies lange genug anhält, beginnt das Chlorophyll zu verschwinden und das Gemüse verfärbt sich von grün über gelb zu braun.
Zum Glück sind die meisten Ursachen für schwarze Flecken auf Cannabispflanzen relativ einfach zu beheben, vorausgesetzt, du handelst schnell und wartest nicht, bis das Problem zu groß geworden ist. Oft liegt die Lösung in den Grundlagen des Cannabisanbaus. Eine gute Luftzirkulation, die richtige Beleuchtung und eine angemessene Bewässerung sind also der erste Schritt, um die grüne Pracht deiner Pflanzen wiederherzustellen.
